Die Verfassung des Publikums, die vorgeblich und tatsächlich das System der Kulturindustrie begünstigt, ist ein Teil des Systems, nicht dessen Entschuldigung.
— Horkheimer & Adorno 1944 (via Hannes Schulte)
Gestatten Kunstreich, mein Name
Zur Zeit schreibe ich meine Abschlussarbeit bei Prof. Dr. Marcinkowski & Priv.-Doz. Dr. Scholl. Der Titel lautet: „Vom Marktversagen zur Spendenökonomie — Wie finanziert sich Journalismus, wenn niemand mehr zahlt?“
Auch sonst forsche ich gerne, schreibe viel klein und auch mal größer, gestalte und baue dann Dinge im Internet — u.a. für fischerAppelt furore, upstream Agile GmbH oder die namics AG.
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Die Verfassung des Publikums, die vorgeblich und tatsächlich das System der Kulturindustrie begünstigt, ist ein Teil des Systems, nicht dessen Entschuldigung.
— Horkheimer & Adorno 1944 (via Hannes Schulte)
Heute leben wir im Imaginären des Bildschirms, des Interface und der Vervielfältigung, der Kommunikation und Vernetzung. Alle unsere Maschinen sind Bildschirme, wir selber sind Bildschirme geworden und das Verhältnis der Menschen zueinander ist das von Bildschirmen geworden.
— Baudrillard, Jean (1989): Videowelt und fraktales Subjekt. In: Barck, Karlheinz/Peter, Gente/Paris, Heidi/Richter, Stefan (Hrsg): Aisthesis. Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer anderen Ästhetik.
The Most Dangerous Man in America rekonstruiert die Motive von Dr. Daniel Ellsberg die hochgeheimen Pentagon Papers an die Presse zu geben.
1971 veröffentlichte die New York Times das Material und entfachte einen Sturm, der letztlich Nixon nicht aus dem Amt jagte, sondern ihn paradoxerweise bestätigte.
Die BBC-Dokumentation zeigt einen Mann, der überzeugt Teil des politschen Systems war, den Krieg in Vietnam als Analyst vorantrieb und am Ende Karriere, Sicherheit und sogar sein Leben aufs Spiel setze, um die unbequeme Wahrheit ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen — unbedingt anschauen!
Ebenfalls sehenswert: Eine Diskussion zwischen Julian Assange und Dr. Ellsberg.
Über die Illusion Bezahlschranken mit Apps und Entkopplung vom Netz wiederzubeleben, um das verlorene Geschäft der (Tages-)Zeitung zu retten. (Teil I), (Teil II)
Ken Auletta erneut, oder eralt: Artikel zur New York Times von 2005.
Lesenswerte Erwiderung zu Bruce Sterling auf The Economist (sic).
Bruce Sterling über Wikileaks, Assange, Das Internationale System und was sonst gerade noch so dran hängt.
Ken Auletta zur Los Angeles Times.
Ich muss auf Radio Berkman mit Larry Lessig und Jonathan Zittrain aufmerksam machen. Denn dies ist nicht nicht nur immer — wie zu erwarten — verdammt klug, sondern meistens auch ziemlich witzig.
Das Netz ist demokratisch und subversiv zugleich.
Es ist Gott.
— Elfriede Jelinek
In der Ökonomie lernt man, wie man wählen muß, und in der Soziologie, daß man gar nichts zu wählen hat.
— Wiesenthal, Helmut (1987): Die Ratlosigkeit des homo oeconomicus. In: Jon Elster: Subversion der Rationalität. Frankfurt am Main: 7-19.
Am Anfang war die Anzeige. Sie steht zwar nicht am Beginn kommerzieller Medien, sehr wohl aber am Beginn von Journalismus als gesellschaftlicher Kontrollinstanz insbesondere des politischen Systems. […] Erst die Entdifferenzierung gegenüber dem Wirtschaftssystem ermöglichte die Ausdifferenzierung aus dem politischen System.
— Birkner, Thomas (2010): Das Jahrhundert des Journalismus - Ökonomische Grundlagen und Bedrohungen. In: Publizistik. 55 (1): 41-54.